Bernhardiner (Mix) in Langenlehsten

Ein Blog über unsere Hunde in Langenlehsten

Archiv: August 2009

Bonnie hat uns verlassen

Heute Morgen bin ich wie immer um 5,30 Uhr aufgestanden. Ich bin die Treppe runter gegangen um die Hunde zu begrüßen. Beide standen sie da und freuten sich. Bonnie wie immer etwas ruhiger als Barry und sichtlich genervt von seinem wilden rumgehüpfe.

Dann habe ich die Küchentür geöffnet und beide Hunde raus gelassen. Barry ist losgeflitzt und Bonnie ging wackelig wie immer auf die Wiese. Ich habe meinem Mann sein Frühstück gemacht und ihn verabschiedet, anschließend unseren Gast geweckt und begonnen den Geschirrspüler zu leeren.  Ab und zu habe ich aus dem Fenster gesehen und nach einer Weile Bonnie vermisst.

Ich habe im Garten gesucht und sie an einer Stelle gefunden, wo sie sonst nie liegt, weil Barry und Bonnie dort ihr großes Geschäft erledigen. Sie ist dort vermutlich zusammengebrochen und kam nicht mehr hoch. Ich habe versucht sie zu locken und als nichts klappte, sie mit sanfter Gewallt hinten hoch gehoben, wobei sie etwas gewinselt hatte, und sie nach vorne zur Terrasse gebracht, wo ich sie sehen konnte. Sie konnte sich kaum auf den Beinen halten und ist als ich sie loslies sofort zusammen gesackt.

Ich bin dann rein und habe ihre Rimadyl Tabletten geholt. Sie wollte diese jedoch nicht nehmen, was sie sonst recht gerne tat. Ich testete dann noch einmal mit einem Frolic, und als sie den auch nicht fressen wollte und mich nur traurig angeguckt hatte, da wusste ich was die Uhr geschlagen hatte.

Bonnie deren Lebensinhalt das Fressen und das Knuddeln war, wollte oder konnte nichts mehr fressen und wurde steif wenn man sie treichelte. Ich habe erst einmal bitterlich geweint und ihr dann gesagt das ich ihr helfen werde, sie soll nicht leiden. Nach einigen weiteren vorsichtigen Streicheleinheiten auf ihrem Kopf, bin ich dann zum Telefon und habe um 6,50 Uhr unseren Tierarzt angerufen. Er versprach so bald wie möglich zu kommen.

In der Zwischenzeit habe ich das Frühstück für das Ehepaar Krause gemacht, welches bei uns übernachtet hatte. Dabei habe ich im Hundezimmer einen Berg ausgekotztes Futter gefunden. Bonnie hatte in der Nacht auch noch gespuckt.

Barry und Bonnie lagen beide in Garten und ich war froh das es noch nicht so warm war. Heute sollten wir 35 Grad bekommen, der heißeste Tag des Jahres….
Bonnie quälte sich noch einmal zum Wassereimer der immer für die Hunde auf der Terrasse steht und legte sich direkt daneben. Als alle Gäste das Haus verlassen haben und wir alleine waren, trudelte auch der Tierarzt ein.

Bonnie kam aus dem Garten in den Flur gehumpelt und knurrte und bellte die Tierarzt an. Sie hatte sogar eine Bürste. Sie musste auf ihr Frauchen aufpassen, egal wie schlecht es ihr ging.

Ich sperrte Barry ein der sich vor Freude über unseren Besuch nicht wieder beruhigen konnte und setzte mich mit Bonnie in den Flur auf den Fußboden. Ich nahm ihren Kopf in meinen Schoß und redete beruhigend auf sie ein so das der Tierarzt sie untersuchen konnte.

Er machte mir auch wenig Hoffnungen. Vermutlich hatte bei Bonnie das Verdauungssystem aufgegeben, er meinte es hörte sich so an. Sie hatte vermutlich starke Krämpfe. Er bestätigte meine Vermutung, das es wenig Sinn macht bei einem so alten Tier irgendwelche Experimente zu machen. Ich entschied mich dafür Bonnie gehen zu lassen.

Sie bekam eine Narkosespritze die angeblich brennen soll, aber Bonnie hat sich ganz entspannt zwischen meine Beine gelegt und den Kopf auf meinem Oberschenkel angelegt. So ist sie ganz friedlich ohne weitere Übelkeit eingeschlafen.

Nach 10 Minuten kam der Tierarzt, der mich mit Bonnie alleine gelassen hatte, wieder in den Flur uns spritzt ihr das tödliche Gift direkt ins Herz. Auch da kam kein Zucken ihres Körpers was wir vermutet hatten. Sie blieb still liegen und hat ihren letzten Atemzug in meinem Arm gemacht.

Das letzte Foto von Bonnie

Das letzte Foto von Bonnie

Ich habe schon viele Tränen geweint und werde wohl auch noch weitere vergießen, aber ich bin sehr glücklich, das ich Bonnie kennen lernen durfte. Bonnie ist unser erster Bernhardiner gewesen und es war Liebe auf den ersten Blick. Nie werde ich sie vergessen.

Leider blieben uns nur 10 schöne Monate zusammen, aber ich möchte nicht einen Tag davon missen.

Altweibersommer 2009

6,30 Uhr, zwei meiner Schlafgäste haben bereits das Haus Verlassen und die anderen beiden schliefen noch. Ich leinte Bonnie und Barry an und ging mit ihnen raus. Es war eine klare frische Luft, ich genieße die kühlen Morgenstunden bevor die Sommerliche Wärme mit den Tag vergrätzt würde.

Wir gingen ca. 100 Meter vom Haus entfernt, auf eine Wiese. Beide Hunde wurden abgeleint und Barry trabte erst einmal durchs hohe Gras mit der Nase am Boden. Bonnie schnüffelte auch in meiner Nähe und ich guckte mir die Wiese an.

Die Spinnweben auf der Wiese fangen den Tau ein

Die Spinnweben auf der Wiese fingen den Tau ein

Die Wiese war über und über mit Taubenetzten Spinnweben überseht.  Es war ein schönes Licht von der Sonne die durch die Bäume schimmerte. Den Bremsen, die hier sonst über einen herfallen, war es wohl noch zu kalt, ich blieb jedenfalls unbehelligt von ihren saug versuchen.

Barry stromerte durchs hohe Gras und durchs Unterholz. Auch wenn man ihn nicht sah, man hörte ihn, weil er alles niederwalzte wo er durch ging. Es knackte und knirschte unter seinen Füssen. Bonnie war aus Kräftemangel etwas gemächlicher, aber auch sie ging selten Drumherum, sondern eher mitten durch.

Die Morgensonne spiegelt sich in den teilweise verblühten Gräsern

Die Morgensonne spiegelte sich in den teilweise verblühten Gräsern

Alle drei genoßen wir unseren Spaziergang.  Selbst Bonnie, die oft nur widerwillig am Asphaltweg geht, bewegte sich ganz anders wenn wir hier auf dieser Wiese waren. Ich versuchte die Vogelstimmen zu zählen, aber es waren einfach zu viele. Das Konzert dieser Sänger war sagenhaft.

Die Sonne steht über diesem Maisfeld

Die Sonne steht über diesem Maisfeld

Die ganze Luft roch süßlich nach Mais. Am Ende der Wiese kam ein Sandweg und gegenüber eine zweite Wiese. Für Bonnie würde der Weg über beide Wiesen zuviel werden, aber Barry schnüffelte gerne noch etwas weiter. Meist ging ich mit beiden Hunden einige Meter auf die Wiese und während Barry schnüffelnd alles erkundete blieb ich mit Bonnie stehen, worauf sie sich recht schnell hinlegte und fröhlich auf dem Rasen wälzte.

Bonnie wälzt sich über den Rasen und "schubbert" mit ihrer Schnauze durch das Gras

Bonnie wälzte sich über den Rasen und "schubbert" mit ihrer Schnauze durch das Gras

Nachdem sie das ausgiebig gemacht hatte, riefen wir Barry zu uns damit wir gemeinsam den Heimweg antreten können. Barry ist meist klatschnass weil er durchs hohe Gras und die Maisfelder gestreift ist und dabei das Wasser auffing was um ihn herum an den Pflanzen hing. Fuß wäre jetzt nicht das Kommando meiner Wahl gewesen, da er sein nasses Fell sonst an meiner Hose abreiben würde und ich nachher ebenso Nass wäre wie er.

Barry ist klatschnass von der Wiese

Barry ist klatschnass von der Wiese

Bonnie ist auch etwas feucht von der Wiese

Bonnie ist auch etwas feucht von der Wiese

Nachdem ich meine Lieben um mich versammelt hatte, traten wir den Heimweg an. Über einen Asphaltweg ging es zurück.

Der Sommer neigte sich dem Ende zu, die Maisfelder waren “mannshoch” und die ersten Pilze wuchsen bereits. Selbst Steinpilze habe ich schon etliche gesammelt. Heute habe ich jedoch nur “unechte”, so nenne ich die die ich nicht kenne, gefunden.

Barrys persönliches Maislabyrinth

Barrys persönliches Maislabyrinth

Überall sprießen sie nun...

Überall sprießen sie nun...

Pilze, Pilze, Pilze

Pilze, Pilze, Pilze

Ca. 35 Minuten nachdem wir das Haus verlassen hatten, kamen wir am Ende der Straße an, wo ich Bonnie und Barry anleinen musste, damit sie nicht vor ein Auto laufen könnten. Kurz bevor wir zuhause eintrafen, sah ich dieses Schattenspiel.

Schattenspiele von uns. (Bonnie rechts)

Schattenspiele von uns. (Bonnie rechts)

Es war nichts Außergewöhnliches los, aber ich empfand diesen Morgen als etwas Besonderes und wollte diese Momente mit euch teilen. So einen schönen Start in den Tag wünsche ich jedem.

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