Bernhardiner (Mix) in Langenlehsten

Ein Blog über unsere Hunde in Langenlehsten

Archiv: September 2009

Hitzschlag nach der Show?

Liebe Leser und Hundefreunde,

ich habe heute einen Artikel im Web gefunden, der mich erst sprachlos gemacht hat und mich dann auf Toilette hat rennen lassen, weil ich kotzen musste. Ich bitte alle zart besaiteten Gemüter sich nicht diesen verlinkten Artikel durchzulesen.

http://www.das-haette-nie-passieren-duerfen.de/

Es gibt Menschen, die sich Gedanken machen wie es ihren Hunden geht, sie mit Futter, Wasser und sehr viel Liebe versorgen. Und dann gibt es Menschen wie (u.a.) diese Heike E. die sich noch ein Gläschen gönnt oder ein Schwätzchen hält und ihre Preisgekrönten Bernhardiner im Auto verrecken lässt. Die Hunde haben zwar eine Website, aber kein Frauchen mit Verstand. Ich bin so stinkig und wütend, das mir die Hände zittern beim Schreiben.

Frauchen bekommt Beruhigungsmittel, der würde ich am liebsten was anderes geben. Wie kann ein Mensch in der heutigen Zeit so hirnlos sein und seine Hunde im Auto verrecken lassen? Wie kann ein Verein so etwas als Kollateralschaden bezeichnen. Wie kann es sein das diese Menschen wieder einen Hund halten dürfen? Gibt es wirklich Menschen, die diese verantwortungslosen Menschen noch trösten?

Einen Fehler kann jeder machen, aber das ist kein Fehler, das ist MORD!
(Edit am 20.09.2009 diese Einschätzung nehme ich zurück und entschulige mich dafür. Mord wäre vorsätzlich gewesen und das traue ich keiner Hundehalterin zu. )

Ganz unten auf dieser Seite, gibt es einen weiteren Link, zu einem Artikel der Bildzeitung, wo von einer Familie berichtet wird, die sich im Freizeitpark amüsiert, während ihre drei Hunde ebenso elendig verrecken. Schulterzucken beim ehemaligen Besitzer. Teeren und Federn sollte man diese Menschen und dann in ein Auto stecken und ebenso verrecken lassen.

Viele werden denken das ich hier übertreibe, aber ich kann nun einmal nicht aus meiner Haut raus. Es gibt Menschen im Bernhardiner Forum und bei Bernhardiner in Not und in vielen weiteren Foren, sie sich Gedanken machen wie man den Hunden helfen kann, wie man gefährdete Tiere aus dem Ausland holt und sie weiter vermittelt. Sie kümmern sich um die alten und schwachen Tiere die wie Müll von unserer Gesellschaft weggeworfen werden. Diese Menschen müssen doch verzweifeln wenn sie solche Berichte lesen…

Ich wünsche solchen Tierquälern und Tiermördern keine ruhige Minute mehr, schlechten Schlaf und alles Schlechte was mir jetzt noch nicht einfällt.

Nachtrag am 19.9.09 Link zum Bernhardiner Forum entfernt, da dieses Forum auf Grund ihres Handelns nicht mehr zu meinen Favorisierten Seiten gehört und ich es deshalb nicht weiter empfehlen möchte.

Max findet ein neues Zuhause

Liebe Leser, wir haben wieder einen zweiten Bernhardiner. Max heißt er und wurde von einer Familie mit 4 Kindern auf einem Gnadenhof bei Bremerförde abgegeben. Es wurde zu viel Arbeit und sie kamen wohl nicht mehr damit klar.

Durch eine Mail erfuhren wir von seinem Eintreffen auf dem Gnadenhof. Ich rief sofort an und erkundigte mich nach ihm. Die Dame auf dem Gnadenhof erzählte mir wie sehr Max “durch den Wind” sei, er weiß gar nicht warum er hier ist. Er sei sehr ängstlich, Kopfscheu und schüchtern teilte sie uns mit. Der Tierarzt sollte Max noch einmal untersuchen, er sollte einen Chip bekommen und dann würde sie uns anrufen. Bis Mittwoch oder Donnerstag sollten wir uns begnügen.

Nachdem ich am Sonntag früh dieses Foto von ihm gesehen habe, schien mir die Wartezeit viiiiiiiel zu lang.

Was soll ich hier?

Was soll ich hier?

Guckt euch nur diese Augen an….

Ich war sofort verliebt. Dienstag Abend gab es den Bescheid, das der Tierarzt grünes Licht gibt und wir morgen kommen sollten um Max zu holen. Sie schrieb:”…  jeder Tag den Max noch länger hier ist ist ein verlorener Tag.” Ich wurde wieder ganz hibbelig und freute mich nun das es losgehen sollte.

Morgens kam noch der Schornsteinfeger, dann gingen wir mit Barry unsere Runde und dann endlich stiegen wir ins Auto und machen uns auf die Socken Richtung Bremerförde. Die Fahrt dauerte etwas über 2 Stunden, dann standen wir vor dem Gelände von Tinas Rasselbande e. V.

Ich meldete uns telefonisch an, und fragte ob wir Barry mit rein nehmen konnten. Wir sollten einen kleinen Moment warten damit sie die Hunde raus nehmen konnten oder so was…. Dann rief Frau Behrens uns an die Tür und wir betraten das Hundehaus mit Barry. Wir redeten einige Minuten und dann sollte Max geholt werden. Die Tür ging auf und es fegte ein kleiner (vormals weißer) Pudel rein und ein schwarzer Neufundländer. Barry war ganz aufgeregt und schnüffelte beide erst einmal gründlich ab.

Dann betrat Max den Raum. Er schlich hinter Frau Behrens rein mit eingekniffenem Schwanz und gesenktem Kopf. Ein Bündel Angst. Frank und ich bekamen sofort Mitleid mit diesem schönen Tier. Was muss man einem Bernhardiner, der ja eher stoisch ist antun, damit er so wird? Er lies uns nicht an sich ran und wenn ich mich an ihn ran getastet hatte und er es merkte, fuhr er zusammen und versuchte zurückzugehen. Wenn man ihn streichelte, dann verkrampfte er sich ganz furchtbar, als erwartet er von den Händen nur schlimmes.

Edit am 5.10.2009
Frau Behrens rief mich eben an, weil sie einen Anruf von einer ihr fremden Person hatte. Ihr wurde erzählt ich verunglimpfe ihre Arbeit und ihren Gnadenhof. Es ist absolut das letzte, wenn hier Rufmordkampagnen gestartet werden um den Ruf einer Frau schlecht zu machen, die sich für ihre Tiere selbst aufgibt. Und wer mich schlecht machen will, sollte sich warm anziehen.

Ich habe nie behauptet oder gemeint, das Frau Behrens Max schlecht behandelt hat.

Max ist aus seiner Familie gerissen worden, hatte von Heute auf Morgen kein Zuhause mehr, deswegen war er durch den Wind und nicht weil er schlecht behandelt wurde. Max schlich hinter Frau Behrens rein, weil er hinter ihr Schutz suchte, sie war diejenige die lieb zu ihm war und Max versuchte einfach sich eine neue Bezugs und Schutzperson zu suchen und hatte vorerst vor allem anderen Angst. Seine Welt war auf den Kopf gestellt worden, seine Familie hatte ihn verlassen…

Ich habe überall wo ich vom Gnadenhof Tinas Rasselbande erzählt habe, das Engagement von Frau Behrens gelobt und würde jeden vorbehaltslos zu Ihr schicken der einen Hund sucht. Die Hunde haben das sehr gut bei Ihr, sie werden Tierärztlich, Tierpädagogisch und ausgesprochen liebevoll betreut.

Ich bin Frau Behrens unendlich dankbar, das wir Max haben durften und möchte mich auch auf diesem Weg nochmal für ihr Vertrauen in uns bedanken.

Frau Behrens machte Max an die Leine und wir gingen eine ganze Ecke mit Barry und Max. Draußen ging der Schwanz von Max hoch und er versuchte immer bei Barry hinten zu schnüffeln. Unterwegs versuchte Frank Max mit einem Leckerli zu locken und was im Hause nicht gelang, hier klappte es vorzüglich. Max setzte sich sogar hin als Frank ihn dazu aufforderte um sein Leckerli zu bekommen.

Wir waren uns einige, Max sollte ein neues Zuhause bei uns bekommen. Es wurde noch die Formalitäten erledigt und dann stiegen wir zu viert ins Auto. Barry war das ganze nicht geheuer, nun stieg doch dieser große Typ mit in sein Auto… Aber er war ruhig und fügte sich.

Barry und Max im Auto

Barry und Max im Auto

Groß genug ist unser alter Ford Focus ja schließlich. Zuhause angekommen hüpften beide Raus und wurden erst einmal mit einer dicken Bockwurst begrüßt.

Dann tobten beide durch den Garten das es eine Freude war zuzugucken.

Barry und Max toben durch den Garten

Barry und Max toben durch den Garten

Dieses Mal ist Max oben...

Dieses Mal ist Max oben...

Wer stört da unser Spiel?

Wer stört da unser Spiel?

Boa ist das anstrengend

Boa ist das anstrengend

Eben waren wir mit beiden Hunden Gassi gehen und Max hängt Barry wie eine Klette am Arsch. Wir haben Max nach einer Weile auch von der Leine abgemacht und beide gingen brav bei uns. Als den Waldweg ein Jäger mit seinem Auto kam haben wir die Hunde gerufen um sie sitzen und mit uns warten zu lassen, bis das Auto vorbei war. Max hat sich vorbildlich benommen und hat Barry die Sitz und Platz Kommandos mit Sichtzeichen nachgemacht. Beide wurden natürlich sofort mit Leckerlis und Streicheleinheiten belohnt.

Ludwig oder nicht Ludwig

Drei Wochen ist Bonnie nun bereits Tot, und Barry hat sich daran gewöhnt keinen Spielkamerad zu haben.  Nun müssen wir halt dran glauben und an seinen Spielsachen ziehen und ihn durch den Garten jagen. Das geht manches mal tüchtig auf den Rücken, aber halt…

… ich muss doch aufpassen was ich hier schreibe. Sonst wird mir wieder wegen meiner Aussagen ein Hund verwehrt und evt. Kraftlosigkeit oder ähnlich absurdes vorgeworfen.
Aber von Anfang an:

Wir haben ja wieder einen zweiten Bernhardiner für Barry gesucht. Fündig sind wir im Bernhardiner Forum, in der Rubrik “Bernhardiner suchen neues Zuhause” geworden. Ich nahm Kontakt auf und es wurde zugesagt das Ludwig uns gebracht wurde. Dann ging das Auto dieser Familie kaputt, es hatte einen Kupplungsschaden. Ich hatte im stillen bereits überlegt ob mein Mann dieses denn reparieren könnte, wenn sie übers Wochenende mit Ludwig kommen, da hieß es sie kommen nicht. Das Auto sei nicht fahrbereit und sie versucht jemanden zu finden, der sie mit Ludwig zu uns fährt. Das Angebot Ludwig zu holen wurde auch nicht angenommen, weil Ludwig ja nicht bei anderen ins Auto steigt. Dann wurde ein Onkel gefunden der Ludwig und sein Frauchen zu uns fahren wollte, aber dieser Onkel hatte erst am kommenden Freitag Zeit. Das wäre heute gewesen.

Am Mittwoch bekomme ich einen Anruf, das sie Ludwig nun doch nicht bringen, weil ich mir ja keine zwei Hunde leisten kann. Auf Grund dieses Artikels: Sponsoren Gesucht unterstellte Sie mir ich könnte mir keinen zweiten Hund leisten. Ich habe daraufhin versucht ihr zu erklären, das es lediglich ein Versuch war, etwas Unterstützung für die Kosten eines kranken Hundes zu bekommen. Wir haben ja schließlich alle Medikamente und Untersuchungen immer gleich bar beim Tierarzt bezahlt. Das mein Konto dabei in die “Miesen” ging, ist auch kein Weltuntergang, solche Situationen kommen immer wieder im Leben. Ich hätte es aber auch gut gefunden wenn sich jemand bereit erklärt hätte, zu diesen Kosten etwas bei zu steuern.

Ich bat die Dame sie möge sich bei zwei Bekannten aus dem Forum über mich erkundigen, ob ich mir einen zweiten Bernhardiner leisten kann. Sie wollte dieses tun und sich wieder melden. Eine Stunde später rief sie erneut an und teilte mir mit das sie sich doch nicht erkundigen wollte, sie will uns nun doch Ludwig bringen. Sie will das Ludwig es besser hat als bei ihr. Sie hat sich halt Sorgen gemacht, weil sie weiß wie eng das manches mal werden kann und da sie doch bald mehr als 12 Stunden arbeiten muss und dann keine Zeit für ihre Tiere mehr hat. Wieder viel der Satz: Ludwig soll es besser als bei uns haben, wo er doch HD hat und auch Tierarztkosten verursachen werde – sie mache sich doch nur Gedanken.

Das mit dem HD war mir neu, und ich muss gestehen, das ich Ludwig mit dieser Information nicht in die engere Wahl genommen hätte, wenn ich das vorher gewusst hätte.

Ich für meinen Teil überlege erst genau ob ich mir ein Tier leisten kann, oder ob ich langfristig genug Zeit für meine Tiere habe, bevor ich sie mir anschaffe.  Alle meine Tiere bekommen hier “Lebenslänglich” mit jeder Konsequenz, seien es nun Tierarztkosten oder Auslauf.

Wir haben einen großen Garten. Ich arbeite von Zuhause aus und da ich selbstständig bin und der Laden läuft, sehe ich nicht das sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern sollte. Ich habe Zeit und vor allem die Erfahrung für die Hunde, um mit ihnen zu laufen und zu spielen und dabei die Erziehung nicht zu vernachlässigen.

Was bitte sollte noch fehlen um uns für Hundehaltung zu qualifizieren?

Gestern Abend erhielt ich nun eine Mail mit folgendem Wortlaut:

Hallo, nach langem Überlegen haben wir uns entschlossen, Ludwig nicht zu ihnen zu geben. Das ist nichts persöhnliches, aber der Umstand, dass es dann zwei Rüden sind und dass sie meinten sie bräuchten einen Wachhund der auch beißen könne, sind einfach für Ludwig nicht gut. Auch die Gästezimmer die sie anbieten sind für Ludi, der Fremde generell nicht akzeptiert, kein günstiges Lebensumfeld.

Meine Antwort darauf :

wenn das nicht persönlich ist, weiß ich auch nicht.
Sie ziehen fadenscheinige Gründe ran um sich nicht von Ludwig zu trennen. Aber mir soll es recht sein, ich bin nicht mehr interressiert.

Ich hatte am Telefon erwähnt das unser Barry jeden Besucher, auch die die ungebeten das Haus betreten, mit Schwanzwedeln und Hände lecken begrüßt. Ludwigs Frauchen erzählte das Ludwig da wohl misstrauischer und sehr wachsam sei. Ich begrüßte diesen Umstand lediglich, was mir nun so ausgelegt wird, das ich einen Wachhund suchte.

Ebenso das Argument, das Gästezimmer und die damit erscheinenden Gäste kein gutes Umfeld für Ludwig sind, empfinde ich als hanebüchen. Hunde lieben es wenn sie ein großes Rudel haben und auch Ludwig hätte gelernt wieder Vertrauen in sein Rudel zu fassen und sich über Neuzugänge zu freuen. Abgesehen davon habe ich wochenlang einen Handwerker der bei uns nächtigt. Der gehört schon fast zur Familie. Ab und zu taucht mal ein Radfahrer auf. Diese Tagesgäste bekommen unsere Hunde oft nicht zu Gesicht.

Wir suchen weiterhin einen zweiten Bernhardiner. Aber ich werde wohl lieber in Tierheimen suchen, als bei Privatleuten, die ihre Meinung dann wieder ändern könnten.

Ich muss nun auch erst einmal das schale Gefühl sacken lassen, das bei dieser Absage entstanden ist. Ich hatte mich auf Ludwig gefreut. Ich hatte den heutigen 28 Geburtstag meiner Tochter abgesagt, weil Ludwig kommen sollte. Ich verstehe es nicht, aber wie ich im Forum bereits schrieb, aus dieser Nummer sind wir raus.

Schade für Ludwig genannt Ludi.

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