Bernhardiner (Mix) in Langenlehsten

Ein Blog über unsere Hunde in Langenlehsten

Archiv: Dezember 2009

Besuch in Malente

Herrchen Frank ist zu Kur in Malente.

Er fehlte nicht nur mir, sondern auch die Jungs (Max und Barry) waren anders – sie waren deutlich anhänglicher. Also wollten wir hinfahren auf Besuch.

Auf dem Weg nach Malente

Auf dem Weg nach Malente

Sonntags morgens hüpften beide sofort ins Auto und ab ging die Fahrt.

Nach 30 Minuten Fahrt, kurz hinter Mölln, fing Max an zu kotzen. Ich hatte den beiden vor der Fahrt ihr Futter hingestellt, von dem sie beide ein wenig aßen. Bisher ist das noch nicht vorgekommen dass einer der beiden so etwas gemacht hatte…
An der Schnellstraße machte ich den Warnblinker an und fuhr rechts ran. Ich hatte natürlich kein Handtuch oder Putzlappen im Auto. Ein leerer Kartoffelsack und eine Packung Papiertaschentücher lies sich finden, mit denen ich dann versuchte so viel wie möglich zu entfernen. Alles ging nicht weg und so rief ich schon mal bei Frank an, dass er mir eines seiner Handtücher und eine Flasche Wasser mit runter bringt, damit ich das Auto putzen konnte.

Wir fuhren 1,5 Stunden und kurz bevor wir Frank trafen, musste Max bereits wieder würgen. Es kam aber nur ein bisschen Flüssigkeit noch raus. In Malente angekommen, begrüßten wir alle Frank. Max brachte sich beinahe um, Barry fing erst einmal an die Gegend um das Auto abzuschnüffeln bevor er dann die Anwesenheit seines Herrchens wahrnahm.

Mit dem mitgebrachten Wasser und dem Handtuch reinigte ich so gut es ging das Auto, während Frank mit seinen beiden Jungs erst einmal eine runde Gassi ging. Als alles weg war, sind wir zusammen zum Dieksee runter gegangen, wo wir zusammen eine Strecke laufen wollten.

Wir gingen von dem Seepavillon rechts um den See. Als es Natur wurde, machten wir die Hunde ab, bei diesem leichten Nieselwetter waren kaum Leute unterwegs die das stören konnte.

Barry geht ins Wasser

Barry geht ins Wasser

Barry ging auch mit den Füßen ins Wasser zum saufen, während Max nur trank wenn er seine Zehen dabei nicht benetzte. Max liebte es jedoch in losem Sand ein wenig zu buddeln und sich dann darin zu wälzen.

Erst etwas kratzen...

Erst etwas kratzen...

...dann darin wälzen

...dann darin wälzen

Wir waren gute zwei Stunden unterwegs, und dann kamen wir beim Seepavillon sehr hungrig an. Frank hatte vor Ort bereits geklärt, das wir mit unseren Hunden dort hinein können. Wir suchten uns einen Platz wo die Hunde gut liegen konnten und passten jeder auf einen der beiden auf. Wir aßen ein leckeres Mittagessen und tranken anschließend einen Kaffee. Wir saßen bestimmt zwei Stunden dort, wir hatten uns doch auch viel zu erzählen. Beide Hunde benahmen sich vorbildlich.

Ich seh nix...

Ich seh nix...

Danach ging es wieder zum Auto, in das sie wieder beide zügig hineinhüpften. Nur stand Barry hinter Max und konnte nichts sehen. So guckte er erst unter dem Bauch von Max unter durch, und dann ging er unter durch bis er vorne stand. Es war ein Bild für die Götter.

Gegen 16 Uhr trafen wir, ohne weitere Übelkeit, wieder zu Hause ein und gingen erst noch eine gemeinsame Abendrunde, bevor wir unser behaglichen Heim betraten, wo wir alle drei mehr oder weniger schnell einschliefen. Der Tag war anstrengend.

Max und Barry

Max und Barry verstehen einfach prima.

Auch wenn Barry oft etwas grob beim Toben ist und Max ständig irgendwelche kleinen Schorfstellen am Hals hat, so sucht Max doch immer die Nähe von Barry und fordert ihn zum spielen auf. Es ist wirklich eine Pracht wenn man die beiden zusammen sieht.

Ich hab nen Stock...

Ich hab nen Stock...

wer spielt mit mir?

wer spielt mit mir?

Ich hab auch ein Ende des Stocks...

Ich hab auch ein Ende des Stocks...

Hier sind 4 Filmchen die ich mit meiner kleinen Kamera aufgenommen habe. Da sieht man mit welcher Energie diese beiden Hunde spielen. Am besten mit rechts anklicken und auf “speichern unter” anklicken. Das sind Movie Dateien die ich mit dem Quicktime Player abspiele.

max-und-barry01.mov
max-und-barry02.mov
max-und-barry03.mov
max-und-barry04.mov

Max liebt Stöckchen und wenn er welche findet, mögen sie auch noch so klein sein, dann rennt er damit los und schüttelt seinen Kopf mit dem Stöckchen zwischen den Zähnen. Meist zeigt er Barry das Stöckchen und wenn Barry dann zuschnappen will rennt Max weg. Er schlägt Haken und rennt schnell wie ein Hase. Max ist sehr fit in der letzten Zeit geworden. Er stolpert seit Wochen nicht mehr und tobt mit Barry 10 Minuten und länger. Danach sind sie beide heftig am Hecheln und saufen jede Pfütze auf unserem Weg leer.

Ab und zu bekommt Barry aber auch den Stock zu fassen und dann rennen sie oft zu zweit durchs Unterholz, jeder mit einem Ende des Stocks im Maul.

Mein Stock... nein meiner...grrr

Mein Stock... nein meiner...grrr

Beide sind sie sehr gutmütig und lassen sich in Bernhardiner Manier nicht so schnell zu etwas hinreißen. Max ist jedoch im Gegensatz zu Barry sehr wachsam. Barry begrüßt jeden Gast mit Schubsen und anknabbern und Max geht in die Nähe und bellt ein oder zweimal. Außerdem lässt er sich von Fremden nicht anfassen. Wer jedoch öfter wiederkommt, wird dann schnell erkannt, ins Rudel aufgenommen und ebenso begrüßt. Wir haben seit einigen Monaten einen Handwerker als Schlafgast, der jeden Montagabend kommt und 4 Nächte bei uns schläft. Max begrüßt ihn inzwischen ebenso freudig wie Barry und lässt sich auch von ihm streicheln.

Auch meine Mutter benötigte einige Besuche, bis Max klar war das sie OK ist und er seine “Riesenmurmel” auf ihren Schoß legen kann.

Meine Freundin Alexia hatte ich vorbereitet und gebeten einfach reinzukommen, Max zu ignorieren, sich in die Küche zu setzen und einfach abzuwarten. Es hat keine 3 Minuten gedauert da war Max bei ihr, und hat sie erst abgeschnüffelt und dann den Kopf abgelegt zum gestreichelt werden. Alexia war natürlich auch fasziniert von diesem Tier.

Max lernt langsam wieder Vertrauen, was kann es besseres geben?

Max lebt sich ein

Ich möchte euch heute erzählen wie Max sich bei uns eingelebt hat.

In meinem Norddeutschen Hundetreff, findet Ihr auch eine Geschichte mit Bildern von den beiden:
http://www.norddeutscher-hundetreff.de/viewtopic.php?f=39&t=68

Max kam am Mittwoch den 16. September zu uns. Er war sehr Kopfscheu, war aber gleich verliebt in Barry und folgte ihm auf Schritt und Tritt. Am ersten Abend merkte man dass Barry genervt war, weil Max an ihm hing wie eine Klette und Barry nichts mehr alleine tun konnte.

Am nächsten Morgen wartete Max ganz ängstlich an der Küchentür, während Barry sich wie immer an der Treppe über mein Kommen freute. Ich habe mit Max gesprochen, ihn aber nicht angefasst und erst einmal die Küchentür geöffnet. Beide Hunde sind sofort in den Garten getobt und ich bin rein und habe Kaffee gekocht. Nach ca. 5 Minuten kam Max zu mir und rieb seinen Kopf an meinem Bein, als wollte er sich dafür bedanken dass er raus durfte.

Ich knuddelte ihn behutsam und sagte ihm dass ich mich freue dass er zu mir gekommen ist. Dann zog er wieder seiner Wege durch den Garten. Nach dem Frühstück sind wir dann wieder gemeinsam unsere Runde gegangen. Beide Hunde liefen sehr gut an der Leine und als ich von der Straße weg war, machte ich wieder beide los.

Ab und zu rief ich sie ab und belohnte sie für ihr Kommen. Max und Barry hatten beide viel zum schnüffeln, waren aber immer willig zu kommen. Max lief heute schon etwas freier, er hat wohl geschnallt, dass Barry ihm bleibt und nicht nur ein „Eintags Besuch“ den man ausnutzen muss. Ab und zu tobten die beiden, aber immer nur ca. 30 Sekunden, dann war Max total erschöpft. Max war sehr dünn und hatte wenige Muskeln. Er stolperte oft, als ob er nie auf unebenem Gelände gelaufen war. Immer blieb er im Gras hängen und fiel ab und zu nach vorne.

Am zweiten Tag stand Max mit Barry zusammen an der Treppe und nicht mehr ängstlich an der Küchentür. Ich freute mich über beide sehr, aber fasste Max nur von unten an, weil er immer noch zurückschreckte wenn man ihn von oben auf dem Kopf streicheln wollte.

Am dritten Tag rannte Max mich vor Begeisterung fast um und seit dem stehen beide morgens an der Treppe und werden problemlos von mir geknuddelt zur Begrüßung. Es dauerte ca. eine Woche, dann hatte Max gemerkt dass er hier nicht geschlagen wird und zuckte nicht bei jeder Berührung zusammen.

Im Gegenteil, dieser Hund sucht unsere Nähe das es manchesmal wirklich „erdrückend“ sein kann. Er legt seinen wirklich sehr großen Kopf auf unseren Schoß oder wenn man auf dem Sofa liegt, auf die Brust und fordert Streicheleinheiten bis einem förmlich die Luft weg bleibt.

Knuddel mich...

Knuddel mich...

Ich liege nicht auf dem Sofa...

Ich liege nicht auf dem Sofa...

Er schmeißt dabei seinen gesamten Oberkörper auf einen drauf und was nicht auf den Schoß passt, hängt über dem Sofa.
Frank sagt dann immer: „Er weiß ja nicht das er zu groß für ein Schoßhund ist“.

Wir wollen beide...

Wir wollen beide...

Ab und zu hat man dann auch beide Bernhardinerköpfe auf sich…
Wenn man bedenkt das es die gleiche Hunderasse ist und beide fast gleich alt und Rüden sind, dann ist der Unterschied doch enorm.

Aber die meiste Zeit liegt Max ebenso wie Barry ausgestreckt auf dem Teppich und schnarcht so laut, das wir den Fernsehapparat lauter machen müssen um die Handlung dort zu verfolgen.

chrrrr chrrrrr chrrrr

chrrrr chrrrrr chrrrr

CHRRR CHRRR CHRRR

CHRRR CHRRR CHRRR

Oder sie gucken uns beide so notwendig an, um uns mitzuteilen dass es jetzt unbedingt Zeit ist, sich Schuhe und Jacke anzuziehen und an die Frische Luft zu gehen.

Wir warten...

Wir warten...

Seit einigen Tagen kommt Max auch, genau wie Barry, zu mir in mein Keller Büro. Wenn es Ihm nun oben zu lange dauert, bis ich wieder komme, dann kommt er eben runter zu mir und stupst mich an, das ich ihn streicheln soll.

Außerdem nutzt er seit neuestem auch ab und zu einen der beiden „Hundeschüsseln“ die wir im „Hundezimmer“ stehen haben.

Hier lieg ich gut...

Hier lieg ich gut...

... hier aber auch

... hier aber auch

Max ist also in jeder Hinsicht angekommen.

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