Bernhardiner (Mix) in Langenlehsten

Ein Blog über unsere Hunde in Langenlehsten

Bonnie hat uns verlassen

Heute Morgen bin ich wie immer um 5,30 Uhr aufgestanden. Ich bin die Treppe runter gegangen um die Hunde zu begrüßen. Beide standen sie da und freuten sich. Bonnie wie immer etwas ruhiger als Barry und sichtlich genervt von seinem wilden rumgehüpfe.

Dann habe ich die Küchentür geöffnet und beide Hunde raus gelassen. Barry ist losgeflitzt und Bonnie ging wackelig wie immer auf die Wiese. Ich habe meinem Mann sein Frühstück gemacht und ihn verabschiedet, anschließend unseren Gast geweckt und begonnen den Geschirrspüler zu leeren.  Ab und zu habe ich aus dem Fenster gesehen und nach einer Weile Bonnie vermisst.

Ich habe im Garten gesucht und sie an einer Stelle gefunden, wo sie sonst nie liegt, weil Barry und Bonnie dort ihr großes Geschäft erledigen. Sie ist dort vermutlich zusammengebrochen und kam nicht mehr hoch. Ich habe versucht sie zu locken und als nichts klappte, sie mit sanfter Gewallt hinten hoch gehoben, wobei sie etwas gewinselt hatte, und sie nach vorne zur Terrasse gebracht, wo ich sie sehen konnte. Sie konnte sich kaum auf den Beinen halten und ist als ich sie loslies sofort zusammen gesackt.

Ich bin dann rein und habe ihre Rimadyl Tabletten geholt. Sie wollte diese jedoch nicht nehmen, was sie sonst recht gerne tat. Ich testete dann noch einmal mit einem Frolic, und als sie den auch nicht fressen wollte und mich nur traurig angeguckt hatte, da wusste ich was die Uhr geschlagen hatte.

Bonnie deren Lebensinhalt das Fressen und das Knuddeln war, wollte oder konnte nichts mehr fressen und wurde steif wenn man sie treichelte. Ich habe erst einmal bitterlich geweint und ihr dann gesagt das ich ihr helfen werde, sie soll nicht leiden. Nach einigen weiteren vorsichtigen Streicheleinheiten auf ihrem Kopf, bin ich dann zum Telefon und habe um 6,50 Uhr unseren Tierarzt angerufen. Er versprach so bald wie möglich zu kommen.

In der Zwischenzeit habe ich das Frühstück für das Ehepaar Krause gemacht, welches bei uns übernachtet hatte. Dabei habe ich im Hundezimmer einen Berg ausgekotztes Futter gefunden. Bonnie hatte in der Nacht auch noch gespuckt.

Barry und Bonnie lagen beide in Garten und ich war froh das es noch nicht so warm war. Heute sollten wir 35 Grad bekommen, der heißeste Tag des Jahres….
Bonnie quälte sich noch einmal zum Wassereimer der immer für die Hunde auf der Terrasse steht und legte sich direkt daneben. Als alle Gäste das Haus verlassen haben und wir alleine waren, trudelte auch der Tierarzt ein.

Bonnie kam aus dem Garten in den Flur gehumpelt und knurrte und bellte die Tierarzt an. Sie hatte sogar eine Bürste. Sie musste auf ihr Frauchen aufpassen, egal wie schlecht es ihr ging.

Ich sperrte Barry ein der sich vor Freude über unseren Besuch nicht wieder beruhigen konnte und setzte mich mit Bonnie in den Flur auf den Fußboden. Ich nahm ihren Kopf in meinen Schoß und redete beruhigend auf sie ein so das der Tierarzt sie untersuchen konnte.

Er machte mir auch wenig Hoffnungen. Vermutlich hatte bei Bonnie das Verdauungssystem aufgegeben, er meinte es hörte sich so an. Sie hatte vermutlich starke Krämpfe. Er bestätigte meine Vermutung, das es wenig Sinn macht bei einem so alten Tier irgendwelche Experimente zu machen. Ich entschied mich dafür Bonnie gehen zu lassen.

Sie bekam eine Narkosespritze die angeblich brennen soll, aber Bonnie hat sich ganz entspannt zwischen meine Beine gelegt und den Kopf auf meinem Oberschenkel angelegt. So ist sie ganz friedlich ohne weitere Übelkeit eingeschlafen.

Nach 10 Minuten kam der Tierarzt, der mich mit Bonnie alleine gelassen hatte, wieder in den Flur uns spritzt ihr das tödliche Gift direkt ins Herz. Auch da kam kein Zucken ihres Körpers was wir vermutet hatten. Sie blieb still liegen und hat ihren letzten Atemzug in meinem Arm gemacht.

Das letzte Foto von Bonnie

Das letzte Foto von Bonnie

Ich habe schon viele Tränen geweint und werde wohl auch noch weitere vergießen, aber ich bin sehr glücklich, das ich Bonnie kennen lernen durfte. Bonnie ist unser erster Bernhardiner gewesen und es war Liebe auf den ersten Blick. Nie werde ich sie vergessen.

Leider blieben uns nur 10 schöne Monate zusammen, aber ich möchte nicht einen Tag davon missen.

13 Kommentare

  1. Ursula Sonntag:

    Liebe Christiana, das tut mir aber leid. Mir laufen gerade die Tränen über die Wange. Fühle dich gedrückt und Bonnie wünsche ich eine gute Reise.
    Liebe Grüße
    Ursula Sonntag

  2. Christiana Kohn:

    ich wundere mich auch wie ein Mensch so viele Tränen weinen kann…

  3. Annika Radach:

    Liebe Christiana,

    auch mir kommen die Tränen in die Augen.

    Ich hatte die Ehre Bonnie kennen zu lernen und war begeistert über Sie.

    Auch ich wünsche Bonnie eine gute Reise und fühle dich gedrückt

    Liebe Grüße

    Annika

  4. Christiana Kohn:

    Danke für Deine Anteilname Annika.

  5. Erika Zwerger:

    Liebe Christiana, vielen Dank für die vielen, schönen Stunden, die Du Bonnie noch ermöglicht hast. Sie hatte ein so schweres Leben und erst im Alter Liebe erlebt.
    Auch wenn der Schmerz jetzt noch sehr tief ist, Dir bleibt ja Barry, der den Platz ein bißchen ausfüllt.
    Liebe Grüße Erika

  6. Christiana Kohn:

    Liebe Erika, auch Dir herzlichen Dank für Deine Anteilnahmen.

  7. Nick:

    Ich sitze hier wieder und mir kullert das pipi…

    Ich lese den Beitrag zum 5 mal und komm nicht drüber weg.

    Geh in Frieden, Vertraulich- und Glücklichkeit kleine Bonny!

  8. piroschka:

    Einach unglaublich. War Bonnie denn schon so alT????

    Fühlt Euch alle ganz lieb in Arm genommen.

    Lieben Gruß Piri

  9. Christiana Kohn:

    Der Tierarzt der Bonnie den Frieden geschenkt hat, meinte nach der Untersuchung das sie ein “steinaltes” Tier ist. Er vermutete sogar über 10 Jahre, u.a. den Zähnen nach zu urteilen.
    Danke für Deine Anteilnahme.

  10. olaf:

    Ich habe deine Zeilen gelesen und auch mir kullern die Tränen. Da mein Wauzi ja nun schon uralt ist trifft mich die Geschichte von Bonnie ganz besonders.
    Sie bleiben in unseren Herzen.

  11. Petra Uliczka:

    Habe mit großer Anteilnahme Ihren Bericht gelesen und mit gelitten. Da kommen einem die Tränen, doch für Bonnie, auch wenn es schwer fällt los zu lassen, ist es besser. Die Augenblicke und Treue kann Ihnen keiner nehmen.
    Liebe Grüße Petra Uliczka

  12. Anna:

    Liebe Christiana,

    Es tut mir so unendlich Leid, dass deine Bonniemaus nun auch über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Ich drücke dich mal ganz lieb und fest. Gerne kannst du mir auch eine PM schicken. Ich hatte auch ein Colliemädchen, die hieß auch Bonnie und sah aus wie Lassie! Sie starb am 16.07.2009 in unseren Armen und bekam ihre Flügelchen! Jeden Tag weine ich immer noch um sie, obwohl es schon fast zwei Jahre her ist! Sie war unser erster Hund. Sie hat genau gespürt, dass ich nicht sehen kann und immer auf mich aufgepasst! Sie fehlt mir so unglaublich doll.

    Ich drücke dich mal ganz lieb und fest.

    Viele liebe Grüße

    Deine Anna.

  13. Christiana Kohn:

    Moin Moin Anna,
    ja es war wirklich schwer sie gehen zu lassen, aber ich bin dankbar sie kennengelernt zu haben, und von ihr geliebt zu werden. 🙂
    Danke für Dein Mitgefühl.

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