Bernhardiner (Mix) in Langenlehsten

Ein Blog über unsere Hunde in Langenlehsten

Ludwig oder nicht Ludwig

Drei Wochen ist Bonnie nun bereits Tot, und Barry hat sich daran gewöhnt keinen Spielkamerad zu haben.  Nun müssen wir halt dran glauben und an seinen Spielsachen ziehen und ihn durch den Garten jagen. Das geht manches mal tüchtig auf den Rücken, aber halt…

… ich muss doch aufpassen was ich hier schreibe. Sonst wird mir wieder wegen meiner Aussagen ein Hund verwehrt und evt. Kraftlosigkeit oder ähnlich absurdes vorgeworfen.
Aber von Anfang an:

Wir haben ja wieder einen zweiten Bernhardiner für Barry gesucht. Fündig sind wir im Bernhardiner Forum, in der Rubrik “Bernhardiner suchen neues Zuhause” geworden. Ich nahm Kontakt auf und es wurde zugesagt das Ludwig uns gebracht wurde. Dann ging das Auto dieser Familie kaputt, es hatte einen Kupplungsschaden. Ich hatte im stillen bereits überlegt ob mein Mann dieses denn reparieren könnte, wenn sie übers Wochenende mit Ludwig kommen, da hieß es sie kommen nicht. Das Auto sei nicht fahrbereit und sie versucht jemanden zu finden, der sie mit Ludwig zu uns fährt. Das Angebot Ludwig zu holen wurde auch nicht angenommen, weil Ludwig ja nicht bei anderen ins Auto steigt. Dann wurde ein Onkel gefunden der Ludwig und sein Frauchen zu uns fahren wollte, aber dieser Onkel hatte erst am kommenden Freitag Zeit. Das wäre heute gewesen.

Am Mittwoch bekomme ich einen Anruf, das sie Ludwig nun doch nicht bringen, weil ich mir ja keine zwei Hunde leisten kann. Auf Grund dieses Artikels: Sponsoren Gesucht unterstellte Sie mir ich könnte mir keinen zweiten Hund leisten. Ich habe daraufhin versucht ihr zu erklären, das es lediglich ein Versuch war, etwas Unterstützung für die Kosten eines kranken Hundes zu bekommen. Wir haben ja schließlich alle Medikamente und Untersuchungen immer gleich bar beim Tierarzt bezahlt. Das mein Konto dabei in die “Miesen” ging, ist auch kein Weltuntergang, solche Situationen kommen immer wieder im Leben. Ich hätte es aber auch gut gefunden wenn sich jemand bereit erklärt hätte, zu diesen Kosten etwas bei zu steuern.

Ich bat die Dame sie möge sich bei zwei Bekannten aus dem Forum über mich erkundigen, ob ich mir einen zweiten Bernhardiner leisten kann. Sie wollte dieses tun und sich wieder melden. Eine Stunde später rief sie erneut an und teilte mir mit das sie sich doch nicht erkundigen wollte, sie will uns nun doch Ludwig bringen. Sie will das Ludwig es besser hat als bei ihr. Sie hat sich halt Sorgen gemacht, weil sie weiß wie eng das manches mal werden kann und da sie doch bald mehr als 12 Stunden arbeiten muss und dann keine Zeit für ihre Tiere mehr hat. Wieder viel der Satz: Ludwig soll es besser als bei uns haben, wo er doch HD hat und auch Tierarztkosten verursachen werde – sie mache sich doch nur Gedanken.

Das mit dem HD war mir neu, und ich muss gestehen, das ich Ludwig mit dieser Information nicht in die engere Wahl genommen hätte, wenn ich das vorher gewusst hätte.

Ich für meinen Teil überlege erst genau ob ich mir ein Tier leisten kann, oder ob ich langfristig genug Zeit für meine Tiere habe, bevor ich sie mir anschaffe.  Alle meine Tiere bekommen hier “Lebenslänglich” mit jeder Konsequenz, seien es nun Tierarztkosten oder Auslauf.

Wir haben einen großen Garten. Ich arbeite von Zuhause aus und da ich selbstständig bin und der Laden läuft, sehe ich nicht das sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern sollte. Ich habe Zeit und vor allem die Erfahrung für die Hunde, um mit ihnen zu laufen und zu spielen und dabei die Erziehung nicht zu vernachlässigen.

Was bitte sollte noch fehlen um uns für Hundehaltung zu qualifizieren?

Gestern Abend erhielt ich nun eine Mail mit folgendem Wortlaut:

Hallo, nach langem Überlegen haben wir uns entschlossen, Ludwig nicht zu ihnen zu geben. Das ist nichts persöhnliches, aber der Umstand, dass es dann zwei Rüden sind und dass sie meinten sie bräuchten einen Wachhund der auch beißen könne, sind einfach für Ludwig nicht gut. Auch die Gästezimmer die sie anbieten sind für Ludi, der Fremde generell nicht akzeptiert, kein günstiges Lebensumfeld.

Meine Antwort darauf :

wenn das nicht persönlich ist, weiß ich auch nicht.
Sie ziehen fadenscheinige Gründe ran um sich nicht von Ludwig zu trennen. Aber mir soll es recht sein, ich bin nicht mehr interressiert.

Ich hatte am Telefon erwähnt das unser Barry jeden Besucher, auch die die ungebeten das Haus betreten, mit Schwanzwedeln und Hände lecken begrüßt. Ludwigs Frauchen erzählte das Ludwig da wohl misstrauischer und sehr wachsam sei. Ich begrüßte diesen Umstand lediglich, was mir nun so ausgelegt wird, das ich einen Wachhund suchte.

Ebenso das Argument, das Gästezimmer und die damit erscheinenden Gäste kein gutes Umfeld für Ludwig sind, empfinde ich als hanebüchen. Hunde lieben es wenn sie ein großes Rudel haben und auch Ludwig hätte gelernt wieder Vertrauen in sein Rudel zu fassen und sich über Neuzugänge zu freuen. Abgesehen davon habe ich wochenlang einen Handwerker der bei uns nächtigt. Der gehört schon fast zur Familie. Ab und zu taucht mal ein Radfahrer auf. Diese Tagesgäste bekommen unsere Hunde oft nicht zu Gesicht.

Wir suchen weiterhin einen zweiten Bernhardiner. Aber ich werde wohl lieber in Tierheimen suchen, als bei Privatleuten, die ihre Meinung dann wieder ändern könnten.

Ich muss nun auch erst einmal das schale Gefühl sacken lassen, das bei dieser Absage entstanden ist. Ich hatte mich auf Ludwig gefreut. Ich hatte den heutigen 28 Geburtstag meiner Tochter abgesagt, weil Ludwig kommen sollte. Ich verstehe es nicht, aber wie ich im Forum bereits schrieb, aus dieser Nummer sind wir raus.

Schade für Ludwig genannt Ludi.

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