Bernhardiner (Mix) in Langenlehsten

Ein Blog über unsere Hunde in Langenlehsten

Max findet ein neues Zuhause

Liebe Leser, wir haben wieder einen zweiten Bernhardiner. Max heißt er und wurde von einer Familie mit 4 Kindern auf einem Gnadenhof bei Bremerförde abgegeben. Es wurde zu viel Arbeit und sie kamen wohl nicht mehr damit klar.

Durch eine Mail erfuhren wir von seinem Eintreffen auf dem Gnadenhof. Ich rief sofort an und erkundigte mich nach ihm. Die Dame auf dem Gnadenhof erzählte mir wie sehr Max “durch den Wind” sei, er weiß gar nicht warum er hier ist. Er sei sehr ängstlich, Kopfscheu und schüchtern teilte sie uns mit. Der Tierarzt sollte Max noch einmal untersuchen, er sollte einen Chip bekommen und dann würde sie uns anrufen. Bis Mittwoch oder Donnerstag sollten wir uns begnügen.

Nachdem ich am Sonntag früh dieses Foto von ihm gesehen habe, schien mir die Wartezeit viiiiiiiel zu lang.

Was soll ich hier?

Was soll ich hier?

Guckt euch nur diese Augen an….

Ich war sofort verliebt. Dienstag Abend gab es den Bescheid, das der Tierarzt grünes Licht gibt und wir morgen kommen sollten um Max zu holen. Sie schrieb:”…  jeder Tag den Max noch länger hier ist ist ein verlorener Tag.” Ich wurde wieder ganz hibbelig und freute mich nun das es losgehen sollte.

Morgens kam noch der Schornsteinfeger, dann gingen wir mit Barry unsere Runde und dann endlich stiegen wir ins Auto und machen uns auf die Socken Richtung Bremerförde. Die Fahrt dauerte etwas über 2 Stunden, dann standen wir vor dem Gelände von Tinas Rasselbande e. V.

Ich meldete uns telefonisch an, und fragte ob wir Barry mit rein nehmen konnten. Wir sollten einen kleinen Moment warten damit sie die Hunde raus nehmen konnten oder so was…. Dann rief Frau Behrens uns an die Tür und wir betraten das Hundehaus mit Barry. Wir redeten einige Minuten und dann sollte Max geholt werden. Die Tür ging auf und es fegte ein kleiner (vormals weißer) Pudel rein und ein schwarzer Neufundländer. Barry war ganz aufgeregt und schnüffelte beide erst einmal gründlich ab.

Dann betrat Max den Raum. Er schlich hinter Frau Behrens rein mit eingekniffenem Schwanz und gesenktem Kopf. Ein Bündel Angst. Frank und ich bekamen sofort Mitleid mit diesem schönen Tier. Was muss man einem Bernhardiner, der ja eher stoisch ist antun, damit er so wird? Er lies uns nicht an sich ran und wenn ich mich an ihn ran getastet hatte und er es merkte, fuhr er zusammen und versuchte zurückzugehen. Wenn man ihn streichelte, dann verkrampfte er sich ganz furchtbar, als erwartet er von den Händen nur schlimmes.

Edit am 5.10.2009
Frau Behrens rief mich eben an, weil sie einen Anruf von einer ihr fremden Person hatte. Ihr wurde erzählt ich verunglimpfe ihre Arbeit und ihren Gnadenhof. Es ist absolut das letzte, wenn hier Rufmordkampagnen gestartet werden um den Ruf einer Frau schlecht zu machen, die sich für ihre Tiere selbst aufgibt. Und wer mich schlecht machen will, sollte sich warm anziehen.

Ich habe nie behauptet oder gemeint, das Frau Behrens Max schlecht behandelt hat.

Max ist aus seiner Familie gerissen worden, hatte von Heute auf Morgen kein Zuhause mehr, deswegen war er durch den Wind und nicht weil er schlecht behandelt wurde. Max schlich hinter Frau Behrens rein, weil er hinter ihr Schutz suchte, sie war diejenige die lieb zu ihm war und Max versuchte einfach sich eine neue Bezugs und Schutzperson zu suchen und hatte vorerst vor allem anderen Angst. Seine Welt war auf den Kopf gestellt worden, seine Familie hatte ihn verlassen…

Ich habe überall wo ich vom Gnadenhof Tinas Rasselbande erzählt habe, das Engagement von Frau Behrens gelobt und würde jeden vorbehaltslos zu Ihr schicken der einen Hund sucht. Die Hunde haben das sehr gut bei Ihr, sie werden Tierärztlich, Tierpädagogisch und ausgesprochen liebevoll betreut.

Ich bin Frau Behrens unendlich dankbar, das wir Max haben durften und möchte mich auch auf diesem Weg nochmal für ihr Vertrauen in uns bedanken.

Frau Behrens machte Max an die Leine und wir gingen eine ganze Ecke mit Barry und Max. Draußen ging der Schwanz von Max hoch und er versuchte immer bei Barry hinten zu schnüffeln. Unterwegs versuchte Frank Max mit einem Leckerli zu locken und was im Hause nicht gelang, hier klappte es vorzüglich. Max setzte sich sogar hin als Frank ihn dazu aufforderte um sein Leckerli zu bekommen.

Wir waren uns einige, Max sollte ein neues Zuhause bei uns bekommen. Es wurde noch die Formalitäten erledigt und dann stiegen wir zu viert ins Auto. Barry war das ganze nicht geheuer, nun stieg doch dieser große Typ mit in sein Auto… Aber er war ruhig und fügte sich.

Barry und Max im Auto

Barry und Max im Auto

Groß genug ist unser alter Ford Focus ja schließlich. Zuhause angekommen hüpften beide Raus und wurden erst einmal mit einer dicken Bockwurst begrüßt.

Dann tobten beide durch den Garten das es eine Freude war zuzugucken.

Barry und Max toben durch den Garten

Barry und Max toben durch den Garten

Dieses Mal ist Max oben...

Dieses Mal ist Max oben...

Wer stört da unser Spiel?

Wer stört da unser Spiel?

Boa ist das anstrengend

Boa ist das anstrengend

Eben waren wir mit beiden Hunden Gassi gehen und Max hängt Barry wie eine Klette am Arsch. Wir haben Max nach einer Weile auch von der Leine abgemacht und beide gingen brav bei uns. Als den Waldweg ein Jäger mit seinem Auto kam haben wir die Hunde gerufen um sie sitzen und mit uns warten zu lassen, bis das Auto vorbei war. Max hat sich vorbildlich benommen und hat Barry die Sitz und Platz Kommandos mit Sichtzeichen nachgemacht. Beide wurden natürlich sofort mit Leckerlis und Streicheleinheiten belohnt.

4 Kommentare

  1. olaf:

    Siehst du dein Verstand und dein Bauch haben das Richtige gemacht.
    Viele Grüße von der Ostsee
    Olaf

  2. Alexia:

    na wer fragt da noch ob das die richtige Entscheidung war…ich freu mich für euch, für barry und max das sie sich endlich gefunden haben…
    und das max lernt das es auch nette Zweibeiner gibt…

    liebe grüsse Alexia

  3. Nick:

    Das ist ja das richtige Kaliber für Bob !

    Der würde Spaß haben.

  4. Christiana Kohn:

    Moin Moin Nick,
    ja ich will das Hoffen das die beiden sich verstehen, aber ich glaube das Bernhardiner sich alle mögen, jedenfalls habe ich bisher nichts anderes gehört.

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