Bernhardiner (Mix) in Langenlehsten

Ein Blog über unsere Hunde in Langenlehsten

Tag: Barry

Das erste Mal auf dem Hundeplatz

Bericht vom 26. Nov. 2008

Heute war nun unser erste Tag auf dem Hundeplatz.
Ich war den ganzen Tag schon aufgeregt. Ab Mittag habe ich das Fressen hochgestellt, weil sie Abends ja richtig Hunger haben sollten. Das hatten sie auch. Nach unserem Mittagsgang fingen sie an zu nerven. Sie wollten ihr Futter haben.

Um 17,15 Uhr ging es ins Auto und Richtung Hundeplatz. Sind 5 Autominuten von uns entfernt. Es war schweinekalt und feucht.

Dort angekommen, mussten die Hunde erst einmal im Auto warten. Wir sind in das Büro und haben uns über die Hunde unterhalten. Was uns aufgefallen ist bisher, wovor die Hunde Angst haben und was sie gerne mögen. Dann haben wir beide rausgeholt und sind am Ende des Hundeplatzes mit Ihnen Gassi gegangen. Die Trainerin kam mit und erklärte uns die Regeln auf dem Platz.

Anschließend habe ich mit Bonnie im Auto gewartet und der Trainer hat mit Barry angefangen zu trainieren. Er hat mit ihm geübt bei Fuß zu laufen und zwischendurch zu sitzen. Barry hat gezeigt was für ein kluges Kerlchen er ist und Frank stand mit stolz geschwellter Brust da und guckte zu.

Danach kam Bonnie an die Reihe und Frank ging mit Barry zum Auto und wartete. Auch Bonnie hat sich sehr gut angestellt und nur beim Sitz Befehl hat sie langsam reagiert, was ich jedoch auf ihre immer noch fehlenden Muskeln schiebe.

Der Trainer war mit beiden Hunden sehr zufrieden und meinte das wir tolle Hunde bekommen hätten. Er sieht kein Problem darin diese Hunde mit uns auszubilden. Wir sind dann mit den Hunden zusammen in Ihr Büro gegangen und haben noch ca. eine halbe Stunde über alles wichtige unterhalten. Welches Halsband sie brauchen und was für Regeln wir mit ihnen befolgen müssen.

Während wir uns unterhielten bekamen beide Hunde von den anwesenden eine extra Stunde Streicheleinheiten. Sie hatten nun den Balg voller Leckerlis und waren etwas ruhiger. Der Hundetrainer sagte uns das man merkt das die Hunde glücklich sind, weil sie ein schönes Zuhause haben und Menschen die sich Gedanken um ihr Wohlbefinden machen. Das ging natürlich runter wie Öl.  🙂

Ist das nicht ein toller Kerl?

Ist das nicht ein toller Kerl?

Am Ende der Zeit sind wir mit dem Auto nach Hause und gleich unsere Abendrunde gegangen. Ich hatte das Gefühl, das beide Hunde heute bereits besser bei Fuß gingen und besser gehört haben. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

Unser nächster Termin ist nun am Samstag um 11 Uhr. Dann sollen wir das Umsetzen was der Trainer uns zeigt. Ich freu mich drauf.

Barry zieht ein

Die Fahrt nach Tholey – Hasborn war absolut ein Desaster. Wir hatten keine Karte mit und man hatte vergessen uns zu sagen dass auf der gleichen Autobahn eine andere Abfahrt Hasborn heißt. Dann haben wir an einem Autobahnkreuz die falsche Abfahrt genommen und ich habe uns mit meinem Blackberry, über die Dörfer zur Abfahrt Hasborn geführt.

Nun ist das Display auf dem Blackberry zwar recht groß, aber um einen Überblick auf einer Landkarte zu haben, doch etwas klein. Somit entging mir das es nicht Tholey – Hasborn, sondern nur Hasborn heißt und ca. 100 km vor unserem Ziel war.

Nachdem wir mit Frau Leismann (da wartete Barry auf uns) telefoniert hatten, klärte sich das Problem und wir haben die letzten 100 km dann auch zügig abgerissen und dann auch recht schnell das Haus gefunden. Ein sehr großes Haus, direkt an der Hauptstraße und an einem Hang. Das Haus hatte mehrere Etagen und auch an mehreren Etagen eine Terrasse und einen Auslauf für diverse Hunde.

Barry und Gino werden von mir gestreichelt

Barry und Gino werden von mir gestreichelt

Frau Leismann und ein Herr begrüßten und, und ließen Barry auf uns los. Er freute sich mächtig auf Besuch und versuchte einem die Finger zu kauen und an den Klamotten zu nagen und zu ziehen. Ab und an mussten Frank und ich ihn zurechtweisen, aber es war eine Freude diesen Hund kennen zu lernen.

Außerdem stank Barry wie ein Iltis, aber Frank war gleich verliebt. Mir ging es auch nicht anderes, der Hund war, nein ist, ein richtiger „Charmebolzen“.

Auch wenn er stinkt, knuddeln musste sein...

Auch wenn er stinkt, knuddeln musste sein...

Barry und Gino toben sich aus

Barry und Gino toben sich aus

Mit dem Dobermann Gino tobte Barry bis beiden die Zunge fast auf dem Boden hing. Das war uns natürlich sehr recht, weil wir ja einen langen Rückweg hatten und Barry noch lange im Auto sitzen musste. Es wurde noch ein Kaufvertrag geschrieben und das Geld wechselte seinen Besitzer. Dann haben wir uns von allen verabschiedet und ca. 15,30 Uhr den Heimweg angetreten.

Um 16,40 Uhr schrieb ich über meinen Blackberry im Forum:

Wir sitzen mit Barry Im Auto und haben die ersten 200 km hinter uns. Er schläft ganz friedlich.

Nach 300 km haben wir eine Pause gemacht und einen Kaffee getrunken. Barry war der Star auf dem Rastplatz. Im Restaurant haben sie alle gestrahlt und nach seinem Namen gefragt. Er fand es toll im Mittelpunkt zu stehen. Dann sind wir die nächsten 450 km durch gefahren und Barry hat bis auf zweimal zu gucken, die ganze Zeit geschlafen.

Gegen 21,00 Uhr sind wir Zuhause in Langenlehsten eingetrudelt. Mir tat jeder Knochen im Leib weh und ich war froh die Beine vertreten zu können. 1550 km hin und zurück sind wir in einem Rutsch gefahren. Es war wirklich eine Gewalttour, die wir in dieser Form so schnell nicht wiederholen würden.

Ich ging hinein und holte Bonnie, die sich naturgemäß erst einmal über mich freuen musste. Dann bin ich mit Bonnie an der Leine vor die Tür gegangen und Frank hat in der Zwischenzeit Barry aus dem Auto geholt. Auf der Wiese vor der Tür haben die beiden sich das erste Mal beschnuppert und beide schnell das „kleine Geschäft“ erledigt.

Wir haben dann noch eine kleine Runde gedreht und sind dann nach Hause gegangen mit beiden Hunden. Nun hatten wir zwei „Knuddelbären“ und waren stolz wie Oskar. 🙂

Am nächsten Tag, nachdem Bonnie und Barry gebadet wurden, rochen sie auch wie “unsere Hunde” und ich knuddel sie mehrmals täglich bis sie genussvoll zu Boden sinken. Jeden Morgen ist “Knuddelparty” wenn mein Mann von oben aus dem Bett nach unten kommt, ebenso wenn mein Mann von der Arbeit kommt.

Dann begrüßt er erst mal Barry weil der an der Tür im Weg liegt. Dann komm ich, weil ich zu ihm an die Tür komme. Bonnie wird dann wach von dem Theater und kommt auch dazu. Dann knuddeln wir alle vier miteinander. Bonnie grunzt dann immer wie ein Schwein. Zum kichern schön.

Bonnie und Barry haben nun beide das gleiche Schicksal: Lebenslänglich bei uns im Haus!

Die Suche geht weiter

Bonnie sollte ja nicht alleine bleiben.

Also suchte ich weitere Hunde die in Frage kommen würden. Das Bernhardiner Forum war mir dabei eine große Hilfe. Die Rubrik „Bernhardiner suchen ein neues Zuhause“ ist voll mit Bernhardinern die weggegeben wurden oder weggegeben werden sollen. Bernhardiner die in Tierheimen sitzen und traurig auf einen Menschen warten der ihnen ein warmes und liebevolles Zuhause bietet.

Frank und ich warfen ein Auge auf Igor, im Tierheim Weissenhorn, einen Rüden der im Juli 2006 geboren wurde und Katzen lieben sollte. Nach vielem hin und her mit dem Tierheim und der Patin von Igor, haben wir uns dann für einen anderen Rüden entschieden.

Barry der nächste Abgabehund gab diese Informationen preis:

Barry ist ein 2008 geb. männlicher Bernhardiner
Er wurde abgegeben weil sein Besitzer ihn nicht mehr wollte.
Laut Beschreibung lieb, lebhaft, braucht noch etwas Erziehung, stubenrein, kastriert.
Laut Aussage einer Berniefreundin ein Traumhund.

Ich bin dann auf die Website von diesem Tierheim gegangen und habe dieses Bild von Barry gefunden:

Barry im Tierheim Forbach

Barry im Tierheim Forbach

Ich war hin und weg von diesem Tier und da uns Igor regelrecht ausgeredet wurde, haben wir uns für Barry interessiert.

In diesem Barry Thread im Bernhardiner Forum, wurde dann auch dieses geschrieben:

Barry ist das 2te mal innerhalb von ca. 3 Monaten im Tierheim. Weil seine jetzigen Besitzer festgestellt haben das Barry zu wild ist.

Später bekamen Frank und ich noch diese Info: Barry soll seinem zweiten Frauchen den Arm gebrochen haben, weil er sie angesprungen hat.

Aber es nützte nichts, Frank und ich waren gewillt nach Saarbrücken zu fahren und uns Barry anzugucken. Wir wollten ihn haben. Viele Telefonate mit dem Verein „Tiere kennen keine Grenzen“ und „Bernhardiner in Not“ folgten. Barry sollte für uns von Frankreich nach Deutschland geholt werden und bei Saarbrücken bei einer Familie eine Woche bleiben bis wir ihn dort abholen können. Es war zeitweilig ein absolut chaotisches hin und her, aber am Ende stand der Termin fest, Barry wird am 8. November 2007 von uns abgeholt.

Ich war total aufgeregt und konnte es gar nicht abwarten. Ich habe dann in den folgenden Tagen bei „Bernhardiner in Not“ weitere Bilder von Barry gefunden.

So wurde Barry angepriesen bei "Bernhardiner in Not"

So wurde Barry angepriesen bei "Bernhardiner in Not"

Nachtrag am 10.9.09 Link zum Bernhardiner Forum entfernt, da dieses Forum auf Grund ihres Handelns nicht mehr zu meinen Favorisierten Seiten gehört und ich es deshalb nicht weiter empfehlen möchte.

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