Bernhardiner (Mix) in Langenlehsten

Ein Blog über unsere Hunde in Langenlehsten

Tag: Problemhund

Die Suche beginnt

Wir hatten immer Hunde. Soweit ich zurückdenken kann, war immer wenigstens ein Hund im Hause.

Teddy und Marry

Teddy und Marry

Nun war es still. Mary und Teddy haben uns verlassen. Beide hatten Sie Krebs. Am 23 März 2008 verließ uns Teddy(li) und am 10. Oktober 2008 mussten wir unsere Mary(re) verabschieden. Es war grauenhaft nach Hause zu kommen und ein leeres Haus zu finden. Keiner bellte und begrüßte uns.

Schon im Auto auf der Rückfahrt von der Tierklinik war klar, es musste ein neuer Hund her.

In den kommenden Tagen bin ich im Internet unterwegs gewesen. Ich habe zuerst das Tierheim Süderstraße in Hamburg gesucht. Dort haben wir bereits einen Hund und Katzen geholt. Die kennen Ihre Tiere sehr genau dort.

Es gab einen Problemhund mit Namen Pluto der mich anguckte und den ich haben wollte. Auf Nachfragen per Mail im Tierheim, bekam ich erst einmal keine Antwort. Zwei Tage später rief ich dort an und teilte mein Ansinnen mit. Ich wollte nur gerne wissen wie er sich auf Katzen versteht. Hilfe oder Antworten bekam ich jedoch trotz mehrerer Anfragen nicht.

Ich sollte jemanden vom Tierschutzverein bitten, uns und unser Haus einmal zu begutachten und dann das Formular mitbringen. Auf meine Bitte mir dieses Formular einst einmal per Fax zu senden, kam bis heute keine Reaktion.

Somit machte ich mich weiter auf die Suche. Ein großer Hund sollte es sein. Wir haben ein großes Grundstück und ein großes Haus zu bewachen, keine Kinder, nur einen Kater der hier der King ist und den der oder die Hunde respektieren müssen.

Bei meiner Suche stieß ich auf die Seite von Bernhardiner in Not.

Dort fand ich unter den Geschichten der Fundhunde sehr viel Elend und ich habe wirklich sehr viel geweint. Jeden Abend habe ich meinem Mann Frank von meinen „Funden im Netz“ erzählt. Schließlich fand ich auch das Bernhardiner Forum, in dem viel Wissenswertes über Bernhardiner geschrieben wurde.

Ich habe mich dort angemeldet und bin auch dort in der Rubrik „Bernhardiner sucht neues Zuhause“ hängengeblieben.

Unter dem Titel „Die arme Bonnie, es ist kaum zu glauben“ fand ich einen Link mit folgendem Text:

Bonnie
Fortnahme – Rettung in letzter Minute vor der Einschläferung

Rasse: Bernhardiner
Alter: wahrscheinlich viel jünger
als sie aussieht
Größe: 75 cm
Geschl.: weiblich, kastriert (?)

Bonnie sollte wegen Aggressivität eingeschläfert werden. Ihre ‘Besitzer’ sperrten sie in die Waschküche, ca. 4 qm groß, das Fenster mit einem Brett weitgehend verdunkelt, damit sie nicht hinaus schauen und bellen konnte.

Bei einer Hausbesichtigung auf die Hündin aufmerksam gewordene Tierfreunde ließen nicht locker, bis sie die Hündin mitnehmen und vor dem Tode retten konnten.

(Sie soll früher einmal als Pony für Kinder ‘verwendet’ worden sein!)

Bonnie, ein nur noch von Haut ummanteltes Gerippe, zeigt sich hier als verschmuste und freundliche Hündin mit einem unbändigen Lebenswillen.

Bis sich ihr geschundener Körper erholt hat, wird es eine Weile dauern. Nun ist sie aber erst einmal in Sicherheit und hat ein warmes, kuscheliges Plätzchen, bekommt ausreichend Futter und wird medizinisch versorgt.

Über Ihre Unterstützung, vielleicht in Form einer Patenschaft oder der Übernahme von Tierarztkosten, würden wir uns im Namen von Bonnie sehr freuen. Möglicherweise wären Sie ja auch bereit, diese bezaubernde ältere Dame bei sich aufzunehmen und zu pflegen?!

Übrigens: der Tatort befindet sich hier in Norddeutschland, nicht irgendwo in südlichen Gefilden!!!!!

17.9.2008:
Bonnie springt wie ein junges Fohlen über die Wiesen und könnte schon als ‘fettleibig’ bezeichnet werden, wenigstens verglichen mit ihrem anfänglichen Zustand…

und diesen Bildern:

Darf ich vorstellen: Bernhardiner Hündin Bonnie

Darf ich vorstellen: Bernhardiner Hündin Bonnie

Nur noch Haut und Knochen

Nur noch Haut und Knochen

Schau euch diese Krallen an

Schau euch diese Krallen an

Jeder halbwegs mitfühlende Mensch kann sich vorstellen was in mir da vorging. Dazu kam, dass unsere erste Hündin, die mein Mann und ich uns gemeinsam anschafften, auch Bonny hieß. Somit war das Schicksal von diesem Tier besiegelt.

Am 20. Oktober 2008 habe ich mit dem Tierheim in Brinkum, bei Bremen, Kontakt aufgenommen und mich nach Bonnie erkundigt. Herr Kirchhoff vom Tierheim hatte mit mir einen Mailwechsel, in dem ich von unserer familiären und häuslichen Situation berichtete und er mir erzählte wie Bonnie auf Katzen und Kinder reagierte. Recht schnell sind wir überein gekommen, das Frank und ich am Freitag den 24. Oktober 2008 kommen um Bonnie abzuholen.

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